Handwerk
Marge in der Zimmerei: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Zimmerei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 11 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Zimmerei so liegt
Die Zimmerei verbindet hohen Materialanteil mit anspruchsvoller Arbeitsleistung. Schwankende Holzpreise und Witterung beeinflussen die Marge spürbar.
Die wichtigsten Kostentreiber
Holzpreise, Maschinen und Kran, qualifiziertes Personal und Witterung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Dachstuhl: Bei einem Einkauf von 5.800,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 12.000,00 Euro netto bleiben 6.200,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 51,7 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 107 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Zimmerei entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie wirken Holzpreise auf die Marge?
Stark. Bei langer Angebotsbindung kann ein Preisanstieg die kalkulierte Marge aufzehren.
Was trägt die Wertschöpfung?
Die handwerkliche Arbeitsleistung und Abbund, nicht das reine Material.
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