Handwerk

Marge im Glaserei: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Glaserei kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 45 und 60 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 12 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Glaserei so liegt

Glasarbeiten sind Maßanfertigung mit Bruchrisiko. Die Arbeitsleistung trägt die Marge, der Materialaufschlag bleibt moderat.

Die wichtigsten Kostentreiber

Materialkosten und Bruchrisiko, Maßanfertigung, Anfahrt und Montage.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Verglasung: Bei einem Einkauf von 90,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 280,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 67,9 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Glaserei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Was ist das besondere Risiko in der Glaserei?

Bruch bei Transport und Montage. Maßanfertigungen sind bei Schaden Totalverlust.

Wo entsteht die Marge?

In Zuschnitt, Anpassung und Montage vor Ort.

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