Handwerk
Marge in der Dachdeckerei: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Dachdeckerei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Dachdeckerei so liegt
Dacharbeiten sind stark wetterabhängig, was die Auslastung schwanken lässt. Gerüst- und Materialkosten sind hoch, die Arbeitsleistung trägt die Spanne.
Die wichtigsten Kostentreiber
Witterungsabhängigkeit, Gerüst und Maschinen, Materialkosten und körperlich anspruchsvolle Arbeit.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Dachsanierung: Bei einem Einkauf von 4.500,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 9.800,00 Euro netto bleiben 5.300,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 54,1 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 118 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Dachdeckerei entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum schwankt die Marge im Dachdeckerhandwerk?
Witterung bestimmt, wann gearbeitet werden kann. Schlechtwetterphasen verursachen unproduktive Fixkosten.
Was sind die größten Kostenblöcke?
Gerüst, Material und Personal. Sicherheits- und Maschinenkosten kommen hinzu.
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