Handwerk
Marge im Malerbetrieb: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Malerbetrieb kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 50 bis 65 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 100 bis 186 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Malerbetrieb so liegt
Der Malerbetrieb verkauft fast ausschließlich Arbeitszeit. Die Marge hängt an der Auslastung und an einem realistisch kalkulierten Stundensatz inklusive Rüst- und Fahrzeiten.
Die wichtigsten Kostentreiber
Lohnintensität, Fahrzeiten zwischen Baustellen, Materialaufschlag und saisonale Auslastung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Wohnung: Bei einem Einkauf von 810,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1.900,00 Euro netto bleiben 1.090,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 57,4 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 135 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Malerbetrieb entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie kalkuliert ein Malerbetrieb richtig?
Über einen Stundensatz, der auch Fahrzeiten, Rüstzeiten und Auslastungslücken einpreist, nicht nur die reine Arbeit an der Wand.
Was ist der größte Margenfresser?
Unproduktive Zeiten und eine schwankende Auslastung über das Jahr.
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