Einzelhandel

Marge im Weinhandel: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Weinhandel kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 30 bis 50 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 43 bis 100 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 12 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Weinhandel so liegt

Wein erlaubt solide Spannen, besonders bei Beratung und kuratiertem Sortiment. Lagerung und Kapitalbindung bei hochwertigen Flaschen sind die Gegenseite.

Die wichtigsten Kostentreiber

Kapitalbindung bei Lagerung, Beratungsaufwand, Verkostungen und Importzölle.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Flasche: Bei einem Einkauf von 10,10 Euro netto und einem Verkaufspreis von 16,90 Euro netto bleiben 6,80 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 40,2 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 67 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Weinhandel entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Wo liegt die Marge im Weinhandel?

In Beratung, kuratiertem Sortiment und Eigenimporten. Bekannte Marken sind preistransparent.

Was bindet Kapital?

Die Lagerhaltung, besonders bei lagerfähigen, hochpreisigen Weinen.

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