Einzelhandel

Marge im Feinkostgeschäft: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Feinkostgeschäft kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 12 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Feinkostgeschäft so liegt

Feinkost erzielt gute Spannen über Exklusivität und Beratung. Der Verderb empfindlicher Frischware ist der zentrale Risikofaktor.

Die wichtigsten Kostentreiber

Verderb hochwertiger Frischware, Kühlung, Beratung und exklusive Bezugsquellen.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Delikatesse: Bei einem Einkauf von 9,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 21,00 Euro netto bleiben 12,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 57,1 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 133 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Feinkostgeschäft entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

Verwandte Branchen

Anzeige

Häufige Fragen

Warum kann Feinkost gute Margen erzielen?

Exklusivität, Beratung und besondere Bezugsquellen rechtfertigen höhere Preise als beim Standardlebensmittel.

Was ist das größte Risiko im Feinkostgeschäft?

Der Verderb empfindlicher, hochwertiger Frischware.

Deine Marge im Feinkostgeschäft ausrechnen

Zum Margen-Rechner
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige