Einzelhandel
Marge im Getränkemarkt: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Getränkemarkt kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 15 und 28 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 2 und 5 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Getränkemarkt so liegt
Getränke sind schwer, sperrig und preissensibel. Die Spanne ist niedrig, Profitabilität kommt aus Volumen, Leergutlogistik und Zusatzsortiment.
Die wichtigsten Kostentreiber
Pfandlogistik, Transport- und Lagerkosten schwerer Ware, niedrige Stückspannen und Personal.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Kasten: Bei einem Einkauf von 8,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 10,99 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 22,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Getränkemarkt entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Marge bei Getränken niedrig?
Preistransparenz und Aktionsdruck der Hersteller lassen wenig Spielraum. Das Geschäft lebt vom Volumen.
Welche Rolle spielt das Pfand?
Pfand ist ein durchlaufender Posten, erzeugt aber Logistik- und Lageraufwand, der die Marge belastet.
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