Einzelhandel
Marge im Kiosk: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Kiosk kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 15 und 40 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 3 und 10 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Kiosk so liegt
Tabak und Presse haben fest vorgegebene, dünne Spannen. Getränke, Snacks und Lotto tragen die Marge, lange Öffnungszeiten verursachen hohe Personalkosten.
Die wichtigsten Kostentreiber
Lange Öffnungszeiten, niedrige Spannen bei Tabak und Zeitschriften, kleine Fläche.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 0,85 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,20 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 29,2 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Kiosk entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum sind Tabakwaren am Kiosk margenschwach?
Die Handelsspanne auf Tabak ist gesetzlich eng und niedrig. Sie macht Volumen, aber kaum Gewinn.
Womit verdient der Kiosk?
Mit Getränken, Snacks, Lotto und Zusatzdiensten, die höhere Spannen haben.
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