Einzelhandel

Marge im Kiosk: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Kiosk kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 15 bis 40 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 18 bis 67 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 3 bis 10 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Kiosk so liegt

Tabak und Presse haben fest vorgegebene, dünne Spannen. Getränke, Snacks und Lotto tragen die Marge, lange Öffnungszeiten verursachen hohe Personalkosten.

Die wichtigsten Kostentreiber

Lange Öffnungszeiten, niedrige Spannen bei Tabak und Zeitschriften, kleine Fläche.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 0,85 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,20 Euro netto bleiben 0,35 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 29,2 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 41 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Kiosk entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum sind Tabakwaren am Kiosk margenschwach?

Die Handelsspanne auf Tabak ist gesetzlich eng und niedrig. Sie macht Volumen, aber kaum Gewinn.

Womit verdient der Kiosk?

Mit Getränken, Snacks, Lotto und Zusatzdiensten, die höhere Spannen haben.

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