Einzelhandel

Marge im Tabakwarengeschäft: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Tabakwarengeschäft kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 8 bis 20 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 9 bis 25 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 3 bis 9 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Tabakwarengeschäft so liegt

Tabak hat eine eng begrenzte Handelsspanne und macht vor allem Frequenz. Lotto, Zeitschriften und Zusatzartikel tragen die eigentliche Marge.

Die wichtigsten Kostentreiber

Gesetzlich enge Tabakspanne, hohe Steuerlast als Durchlauf, Lotto und Zusatzsortiment.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Schachtel: Bei einem Einkauf von 7,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 8,40 Euro netto bleiben 0,90 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 10,7 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 12 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Tabakwarengeschäft entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum ist die Tabakspanne so niedrig?

Sie ist gesetzlich eng begrenzt. Der größte Teil des Preises ist Steuer, ein Durchlaufposten.

Womit verdient das Geschäft?

Mit Lotto, Presse, Getränken und Zusatzartikeln mit höherer Spanne.

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