Einzelhandel
Marge im Tankstelle: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Tankstelle kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 3 und 40 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 1 und 4 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Tankstelle so liegt
Am Kraftstoff verdient die Tankstelle fast nichts, der Preis ist überwiegend Steuer. Das Shop-, Bistro- und Waschgeschäft trägt nahezu den gesamten Gewinn.
Die wichtigsten Kostentreiber
Minimale Kraftstoffmarge, hohe Steuerlast als Durchlauf, Shop- und Bistrogeschäft als Margenträger.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Liter: Bei einem Einkauf von 1,72 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,78 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 3,4 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Tankstelle entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Verdient eine Tankstelle am Sprit?
Kaum. Die Kraftstoffmarge ist minimal, der Preis besteht großteils aus Steuern.
Wo liegt der Gewinn?
Im Shop, Bistro, Tabak und an der Waschanlage mit deutlich höheren Spannen.
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