Einzelhandel

Marge an der Tankstelle: typische Spanne und Kalkulation

Wer an der Tankstelle kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 3 bis 8 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 3 bis 9 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 1 bis 4 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge an der Tankstelle so liegt

Am Kraftstoff verdient die Tankstelle fast nichts, der Preis ist überwiegend Steuer. Das Shop-, Bistro- und Waschgeschäft trägt nahezu den gesamten Gewinn.

Die wichtigsten Kostentreiber

Minimale Kraftstoffmarge, hohe Steuerlast als Durchlauf, Shop- und Bistrogeschäft als Margenträger.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Liter: Bei einem Einkauf von 1,72 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,78 Euro netto bleiben 0,06 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 3,4 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 3 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist an der Tankstelle entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Verdient eine Tankstelle am Sprit?

Kaum. Die Kraftstoffmarge ist minimal, der Preis besteht großteils aus Steuern.

Wo liegt der Gewinn?

Im Shop, Bistro, Tabak und an der Waschanlage mit deutlich höheren Spannen.

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