Handwerk
Marge im Schuhmacher: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Schuhmacher kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 60 und 80 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 6 und 18 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Schuhmacher so liegt
Reparaturen sind Handarbeit mit geringem Materialeinsatz und damit guter Spanne. Das Volumen ist durch die Arbeitszeit begrenzt, Zusatzservices erweitern es.
Die wichtigsten Kostentreiber
Arbeitszeit, geringer Materialeinsatz, Maschinen und kleine Ladenfläche.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Reparatur: Bei einem Einkauf von 3,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 25,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 88 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Schuhmacher entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum hat der Schuhmacher gute Spannen?
Material ist günstig, bezahlt wird die handwerkliche Arbeit und Erfahrung.
Womit erweitert man das Geschäft?
Mit Schlüsseldienst, Gravuren und Lederpflegeprodukten.
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