Handwerk

Marge im Schneiderei: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Schneiderei kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 60 und 80 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 15 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Schneiderei so liegt

Änderungs- und Maßschneiderei verkauft fast nur Arbeitszeit. Die Spanne ist hoch, das Volumen durch die Handarbeit begrenzt.

Die wichtigsten Kostentreiber

Arbeitszeit, geringer Materialeinsatz bei Änderungen, Maschinen und Miete.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Änderung: Bei einem Einkauf von 2,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 25,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 92 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Schneiderei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

Verwandte Branchen

Anzeige

Häufige Fragen

Warum hat die Schneiderei hohe Spannen?

Der Materialeinsatz bei Änderungen ist minimal. Bezahlt wird die Arbeitszeit und das Können.

Was begrenzt den Umsatz?

Die Zahl der schaffbaren Aufträge pro Tag, denn alles ist Handarbeit.

Deine Marge im Schneiderei ausrechnen

Zum Margen-Rechner
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige