Handwerk

Marge in der Polsterei: typische Spanne und Kalkulation

Wer in der Polsterei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 50 bis 68 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 100 bis 213 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 6 bis 15 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge in der Polsterei so liegt

Polsterarbeiten sind hochwertige Handarbeit mit guter Spanne. Die niedrige Stückzahl pro Tag begrenzt das Volumen, Spezialisierung sichert Preise.

Die wichtigsten Kostentreiber

Aufwändige Handarbeit, Materialkosten für Stoffe, geringe Stückzahl und Spezialisierung.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Sessel: Bei einem Einkauf von 320,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 780,00 Euro netto bleiben 460,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 59 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 144 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Polsterei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum sind Polsterarbeiten teuer?

Es ist zeitintensive Handarbeit. Die Arbeitszeit pro Stück ist hoch.

Wie sichert man Preise?

Durch Spezialisierung auf hochwertige oder antike Stücke mit wenig Wettbewerb.

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