Einzelhandel
Marge im Lederwarengeschäft: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Lederwarengeschäft kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 45 und 60 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 4 und 10 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Lederwarengeschäft so liegt
Taschen und Lederwaren haben solide Spannen, Markenartikel sind aber preistransparent. Eigenmarken und Beratung sichern die Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Markendruck, Lagerbindung, Online-Wettbewerb und saisonale Sortimente.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Tasche: Bei einem Einkauf von 35,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 79,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 55,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Lederwarengeschäft entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was begrenzt die Marge bei Markentaschen?
Die Preistransparenz und der Onlinehandel. Spielraum bieten Eigenmarken und Service.
Was ist margenstark?
Kleinlederwaren und Accessoires sowie kuratierte Nischenmarken.
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