Einzelhandel

Marge im Schuhgeschäft: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Schuhgeschäft kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 50 und 62 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 3 und 7 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Schuhgeschäft so liegt

Schuhe binden viel Kapital, weil jedes Modell in vielen Größen vorrätig sein muss. Reststückgrößen am Saisonende drücken die erzielte Spanne unter den Anfangsaufschlag.

Die wichtigsten Kostentreiber

Saisonale Abschriften, hohe Lagerbindung durch viele Größen pro Modell, Miete und Beratungspersonal.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Paar: Bei einem Einkauf von 32,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 79,95 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 60 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Schuhgeschäft entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum ist die Lagerbindung im Schuhhandel so hoch?

Jedes Modell muss in einer kompletten Größenstaffel vorliegen. Das bindet überproportional viel Kapital und erhöht das Risiko von Restgrößen.

Wie hoch ist die Spanne auf Schuhe?

Die Anfangsspanne liegt oft über 60 %, die erzielte Mischspanne nach Reduzierungen darunter.

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