Einzelhandel
Marge beim Juwelier: typische Spanne und Kalkulation
Wer beim Juwelier kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 65 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 186 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 12 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge beim Juwelier so liegt
Schmuck hat hohe Spannen, doch das Kapital liegt lange im Tresor. Niedriger Umschlag und teure Sicherung relativieren die hohe Stückmarge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Sehr hohe Kapitalbindung im Warenlager, Versicherung, Sicherheitstechnik und niedriger Umschlag.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Ring: Bei einem Einkauf von 420,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 890,00 Euro netto bleiben 470,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 52,8 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 112 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist beim Juwelier entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum sind Schmuckspannen so hoch?
Wegen des langsamen Umschlags, der Kapitalbindung und des Beratungs- und Sicherheitsaufwands. Die hohe Spanne kompensiert diese Faktoren.
Was begrenzt den Gewinn beim Juwelier?
Der niedrige Umschlag und die hohe Kapitalbindung. Ware kann monatelang liegen, bevor sie verkauft wird.
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