Einzelhandel
Marge im Juwelier: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Juwelier kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 40 und 100 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 4 und 12 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Juwelier so liegt
Schmuck hat hohe Spannen, doch das Kapital liegt lange im Tresor. Niedriger Umschlag und teure Sicherung relativieren die hohe Stückmarge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Sehr hohe Kapitalbindung im Warenlager, Versicherung, Sicherheitstechnik und niedriger Umschlag.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Ring: Bei einem Einkauf von 420,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 890,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 52,8 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Juwelier entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum sind Schmuckspannen so hoch?
Wegen des langsamen Umschlags, der Kapitalbindung und des Beratungs- und Sicherheitsaufwands. Die hohe Spanne kompensiert diese Faktoren.
Was begrenzt den Gewinn beim Juwelier?
Der niedrige Umschlag und die hohe Kapitalbindung. Ware kann monatelang liegen, bevor sie verkauft wird.
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