Gesundheit
Marge im Sanitätshaus: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Sanitätshaus kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 35 bis 55 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 54 bis 122 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 12 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Sanitätshaus so liegt
Das Sanitätshaus rechnet teils mit festen Kassensätzen, teils mit frei kalkulierbaren Produkten. Anpassung und Beratung sind margenträchtig, die Kassenabrechnung begrenzt den Spielraum.
Die wichtigsten Kostentreiber
Abrechnung mit Krankenkassen, qualifiziertes Personal, individuelle Anpassung und Lagerhaltung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Hilfsmittel: Bei einem Einkauf von 66,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 120,00 Euro netto bleiben 54,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 45 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 82 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Sanitätshaus entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
Verwandte Branchen
Häufige Fragen
Wie verdient ein Sanitätshaus?
Über die Mischung aus Kassenabrechnung mit festen Sätzen und frei verkäuflichen Produkten mit höherer Spanne.
Was trägt die Marge im Sanitätshaus?
Individuelle Anpassung, Beratung und der freie Verkauf von Gesundheits- und Komfortprodukten.
Deine Marge im Sanitätshaus ausrechnen
Zum Margen-Rechner