Großhandel
Marge im Pharmagroßhandel: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Pharmagroßhandel kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 5 bis 12 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 5 bis 14 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 1 bis 3 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Pharmagroßhandel so liegt
Der Pharmagroßhandel arbeitet mit gesetzlich engen Spannen und extrem hoher Lieferfrequenz. Logistik und Zuverlässigkeit sind das Geschäftsmodell, nicht die Stückmarge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Regulierte Margen, mehrmals tägliche Belieferung der Apotheken, Lagerhaltung und Kühlkette.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Packung: Bei einem Einkauf von 9,40 Euro netto und einem Verkaufspreis von 9,90 Euro netto bleiben 0,50 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 5,1 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 5 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Pharmagroßhandel entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Marge so reguliert?
Die Spanne im verschreibungspflichtigen Bereich ist gesetzlich begrenzt. Das Geschäft lebt von Logistik und Volumen.
Was ist die Besonderheit?
Mehrmals tägliche Belieferung der Apotheken mit höchster Zuverlässigkeit und Kühlkette.
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