Großhandel
Marge im Lebensmittelgroßhandel: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Lebensmittelgroßhandel kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 8 und 18 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 1 und 3 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Lebensmittelgroßhandel so liegt
Der Großhandel arbeitet mit sehr dünnen Spannen und lebt von der Menge. Effiziente Logistik und schneller Umschlag sind entscheidend, da pro Einheit kaum Marge bleibt.
Die wichtigsten Kostentreiber
Logistik und Kühlkette, hohe Umschlagmengen, niedrige Stückspannen und Forderungsrisiko.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Einheit: Bei einem Einkauf von 0,82 Euro netto und einem Verkaufspreis von 0,95 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 13,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Lebensmittelgroßhandel entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Großhandelsspanne so niedrig?
Großkunden verhandeln hart und kaufen in Mengen. Die Marge pro Einheit ist klein, das Volumen macht das Geschäft.
Was ist im Großhandel entscheidend?
Logistikeffizienz, schneller Umschlag und das Management von Zahlungszielen und Forderungsausfällen.
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