Großhandel
Marge im Lebensmittelgroßhandel: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Lebensmittelgroßhandel kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 8 bis 18 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 9 bis 22 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 1 bis 3 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Lebensmittelgroßhandel so liegt
Der Großhandel arbeitet mit sehr dünnen Spannen und lebt von der Menge. Effiziente Logistik und schneller Umschlag sind entscheidend, da pro Einheit kaum Marge bleibt.
Die wichtigsten Kostentreiber
Logistik und Kühlkette, hohe Umschlagmengen, niedrige Stückspannen und Forderungsrisiko.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Einheit: Bei einem Einkauf von 0,82 Euro netto und einem Verkaufspreis von 0,95 Euro netto bleiben 0,13 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 13,7 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 16 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Lebensmittelgroßhandel entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Großhandelsspanne so niedrig?
Großkunden verhandeln hart und kaufen in Mengen. Die Marge pro Einheit ist klein, das Volumen macht das Geschäft.
Was ist im Großhandel entscheidend?
Logistikeffizienz, schneller Umschlag und das Management von Zahlungszielen und Forderungsausfällen.
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