Großhandel
Marge im Baustoffhandel: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Baustoffhandel kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 15 bis 30 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 18 bis 43 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 6 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Baustoffhandel so liegt
Der Baustoffhandel verbindet moderate Spannen mit hohem Logistikaufwand für schwere Güter. Die Baukonjunktur bestimmt das Volumen, Lieferservice ist ein Differenzierungsmerkmal.
Die wichtigsten Kostentreiber
Lagerung und Transport schwerer Güter, Kapitalbindung, Konjunkturabhängigkeit und Forderungsrisiko.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Sack Zement: Bei einem Einkauf von 4,20 Euro netto und einem Verkaufspreis von 5,50 Euro netto bleiben 1,30 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 23,6 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 31 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Baustoffhandel entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was prägt die Marge im Baustoffhandel?
Hoher Logistikaufwand für schwere Ware und die Abhängigkeit von der Baukonjunktur.
Wie differenziert man sich?
Über Lieferservice, Beratung und Verfügbarkeit, nicht über den reinen Preis.
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