Großhandel

Marge in der Brauerei: typische Spanne und Kalkulation

Wer in der Brauerei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 15 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge in der Brauerei so liegt

Die Brauerei hat solide Spannen auf das fertige Produkt, aber hohe Anlagen- und Logistikkosten. Eigenvertrieb und Gastronomie heben die Marge gegenüber dem Handelsverkauf.

Die wichtigsten Kostentreiber

Rohstoffe und Energie, Abfüllung und Logistik, Biersteuer als Durchlauf und Investitionen in Anlagen.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Flasche: Bei einem Einkauf von 0,35 Euro netto und einem Verkaufspreis von 0,85 Euro netto bleiben 0,50 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 58,8 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 143 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Brauerei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Wo verdient eine Brauerei am besten?

Im Direktvertrieb und in der Gastronomie. Der Verkauf über den Handel hat dünnere Spannen.

Was sind die großen Kostenblöcke?

Energie, Abfüllung, Logistik und die Abschreibung der Brauanlagen.

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