Einzelhandel
Marge im Baumschule: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Baumschule kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 45 und 65 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 4 und 12 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Baumschule so liegt
Die Baumschule bindet über Jahre Kapital in heranwachsenden Pflanzen. Die Spanne ist gut, doch die lange Aufzucht und der Pflegeaufwand sind die Gegenseite.
Die wichtigsten Kostentreiber
Lange Aufzuchtzeiten und Kapitalbindung, Pflege, Witterung und Flächenbedarf.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Gehölz: Bei einem Einkauf von 9,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 24,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 62,5 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Baumschule entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Kapitalbindung so hoch?
Pflanzen wachsen über Jahre, bevor sie verkaufsfähig sind. So lange ist Kapital gebunden.
Was beeinflusst die Marge?
Ausfälle durch Witterung und der Pflegeaufwand über die Aufzuchtzeit.
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