Einzelhandel

Marge im Schreibwarengeschäft: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Schreibwarengeschäft kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 30 bis 50 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 43 bis 100 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 6 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Schreibwarengeschäft so liegt

Schreibwaren sind preistransparent und margenschwach bei Standardartikeln. Saisongeschäft zum Schulanfang und margenstarke Geschenkartikel tragen die Rendite.

Die wichtigsten Kostentreiber

Online-Konkurrenz, Saisonspitze zum Schuljahr, Lagerbindung und kleine Stückpreise.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 1,49 Euro netto und einem Verkaufspreis von 2,49 Euro netto bleiben 1,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 40,2 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 67 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Schreibwarengeschäft entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Wann macht ein Schreibwarenladen Umsatz?

Vor allem zum Schuljahresbeginn. Diese Saisonspitze prägt das Jahresergebnis.

Womit verbessert man die Marge?

Mit Geschenkartikeln, Lifestyle-Sortiment und Dienstleistungen wie Kopier- und Druckservice.

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