Handwerk
Marge in der Kfz-Werkstatt: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Kfz-Werkstatt kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 3 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Kfz-Werkstatt so liegt
Die Werkstatt verdient an Arbeitszeit und am Ersatzteilaufschlag. Investitionen in Diagnosetechnik und Schulung sind hoch, der Stundensatz muss das tragen.
Die wichtigsten Kostentreiber
Teurer Stundensatz versus freie Werkstätten, Ersatzteilmarge, Diagnosetechnik und Schulungen.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Inspektion: Bei einem Einkauf von 160,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 320,00 Euro netto bleiben 160,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 50 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 100 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Kfz-Werkstatt entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Woran verdient eine Kfz-Werkstatt?
Am Stundenverrechnungssatz für Arbeit und am Aufschlag auf Ersatzteile. Beides zusammen ergibt die Marge.
Was kostet besonders viel in der Kfz-Werkstatt?
Diagnosetechnik, Hebebühnen, Spezialwerkzeug und regelmäßige Schulungen des Personals.
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