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Marge in der Kaffeerösterei: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Kaffeerösterei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 55 bis 75 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 122 bis 300 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 8 bis 25 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Kaffeerösterei so liegt
Die Rösterei veredelt günstigen Rohkaffee zu hochwertigem Produkt mit guter Spanne. Röstverlust und schwankende Rohkaffeepreise sind die zentralen Faktoren, Direktvertrieb hebt die Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Rohkaffeepreise und Schwankungen, Röstverlust, Verpackung, Versand und Marketing.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro 250g-Packung: Bei einem Einkauf von 6,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 16,90 Euro netto bleiben 10,90 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 64,5 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 182 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Kaffeerösterei entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was ist der Röstverlust?
Beim Rösten verliert Kaffee rund 15 bis 20 % Gewicht durch Wasserentzug. Das muss in die Kalkulation einfließen.
Wo liegt die Marge?
Im Direktvertrieb über eigenen Shop und Abo-Modelle statt über den Handel.
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