Einzelhandel
Marge im Drogerie: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Drogerie kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 25 und 40 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 2 und 5 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Drogerie so liegt
Die Drogerie lebt von Volumen und Eigenmarken. Markenartikel haben dünne Spannen, Eigenmarken und Kosmetik tragen die Rendite.
Die wichtigsten Kostentreiber
Hoher Wettbewerb der Ketten, Eigenmarkenanteil, Personal und Fläche bei niedrigen Stückpreisen.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 1,20 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,95 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 38,5 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Drogerie entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie verdienen Drogerien an dünnen Margen?
Über hohen Umschlag, große Flächen und einen wachsenden Anteil margenstarker Eigenmarken.
Welche Produkte haben die höchste Spanne?
Eigenmarken sowie dekorative Kosmetik liegen deutlich über den Markenartikeln des täglichen Bedarfs.
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