Einzelhandel
Marge im Elektronikmarkt: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Elektronikmarkt kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 8 bis 25 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 9 bis 33 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 1 bis 4 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Elektronikmarkt so liegt
Unterhaltungselektronik hat sehr dünne Spannen, weil Preise online vergleichbar sind und Geräte schnell veralten. Zubehör, Garantie und Dienstleistungen sind die Margenträger.
Die wichtigsten Kostentreiber
Extreme Preistransparenz, schnelle Wertverluste der Ware, Online-Wettbewerb und Garantieabwicklung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Fernseher: Bei einem Einkauf von 540,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 599,00 Euro netto bleiben 59,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 9,8 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 11 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Elektronikmarkt entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Marge bei Elektronik so niedrig?
Vollständige Preistransparenz und schnelle Modellwechsel lassen kaum Spielraum auf den Geräten selbst.
Womit verdienen Elektronikhändler?
Mit Zubehör, Garantieverlängerungen, Finanzierung und Serviceleistungen, die hohe Spannen haben.
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