Gastronomie
Marge in der Eisdiele: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Eisdiele kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 70 bis 85 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 233 bis 567 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 6 bis 15 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Eisdiele so liegt
Eis hat eine sehr hohe Spanne, das Geschäft konzentriert sich aber auf wenige warme Monate. Die ganze Jahresrendite muss in der Saison erwirtschaftet werden.
Die wichtigsten Kostentreiber
Ausgeprägte Saisonalität, Personal in Spitzenzeiten, Energie für Kühlung und kurze Verdienstfenster.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Kugel: Bei einem Einkauf von 0,25 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,50 Euro netto bleiben 1,25 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 83,3 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 500 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Eisdiele entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Spanne auf Eis so hoch?
Der Rohstoffeinsatz pro Kugel beträgt nur wenige Cent. Personal, Miete und Saisonalität bestimmen den Nettogewinn.
Was ist die größte Herausforderung in der Eisdiele?
Die Saisonalität. Der Jahresgewinn muss in wenigen Monaten erwirtschaftet werden, Fixkosten laufen aber ganzjährig.
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